Vermutlich Deutscher

Dolmetscher der DDR-Delegation, Übersetzer u.a. von Simone de Beauvoir, Jean-Jacques Rousseau, Jean-Paul Sartre und Boualem Sansal, Philosoph, promovierter Romanist und Präsident der deutschen Sartre-Gesellschaft, Vincent von Wroblewsky gibt in seinen autobiografischen Aufzeichnungen Einblicke in ein Leben zwischen Frankreich, Deutschland und der ehemaligen DDR. Geboren 1939 als Kind jüdischer Kommunisten, kam er in den 1950er-Jahren mit … Weiterlesen …

Daniel Maximin: Suzanne Césaire – Die große Maskerade

Sie war eine der wichtigsten Stimmen des antikolonialistischen Kampfes, eine Pionierin der Négritude, Dichterin und feministische Aktivistin, deren Ziel es war, mit ihren poetisch-revolutionären Essays in der Widerstandszeitschrift Tropiques das Trauma der Sklaverei ihrer karibischen Heimat in eine neue, selbstbewusste Identität zu überführen. Beeinflusst vom französischen Surrealismus, vor allem von André Breton, wird sie neben … Weiterlesen …

Fatou Diome: De quoi aimer vivre

Mit ihrem aufsehenerregenden Bestseller Der Bauch des Ozeans hat die senegalesische Autorin 2003 zum ersten Mal Migranten eine Stimme gegeben. Seither ist sie eine wichtige Vertreterin der Frankophonie, die unseren Blick auf Afrika Kolonialismus und Rassismus verändert hat. Ihr Markenzeichen ist dabei ihre wunderbar bildhafte Sprache, ihr Humor ihre Direktheit. In ihrem jüngsten Erzählband Was … Weiterlesen …

Le phénix / Der Phönix

„Phönix“ nennen sie jenen verwirrten Landstreicher, der aus dem Nichts erscheint und nicht einmal seinen Namen kennt. Ein Mensch, an dem die Menge schnell vorbeischaut. Und doch steckt er voller Talente: Er spricht mehrere Sprachen, schafft schillernde Graffi tis, ist ein begnadeter Koch, spielt die kompliziertesten Kompositionen und vermag die schwierigsten mathematischen Rechnungen in Kürze … Weiterlesen …

Maman

Eine Annäherung an die eigene Mutter versucht die Deutsch-Französin Sylvie Schenk in ihrem jüngsten Roman, der zugleich schmerzhafte Abrechnung mit dem Vergangenen ist. Dennoch ist er kein Klagelied, kein verbitterter Rückblick, sondern der Versuch zu verstehen. Von Geburt an eine Waise und erst spät in einer Adoptivfamilie aufgenommen, schaffte „Maman“ es nie, die Distanz zwischen … Weiterlesen …

Le Mage du Cremlin / Der Magier im Kreml

„Dieser Roman beruht auf wahren Begebenheiten und realen Personen, denen der Autor allerdings ein Privatleben und erfundene Äußerungen zuordnet.“ So beginnt der französischitalienische Politologe, Publizist und Politikberater Giuliano Da Empoli seinen ersten Roman, einen brillant geschriebenen Politikthriller, mit dem er drei Jahrzehnte russischer Geschichte nach dem Zerfall der Sowjetunion vor Augen führt. Der visionäre Roman … Weiterlesen …

Le Clezio: Chanson bretonne / Bretonisches Lied

Der französische Nobelpreisträger Jean-Marie Gustave Le Clézio erinnert sich in Bretonisches Lied an seine Kinder- und Jugendzeit, an die regelmäßigen Urlaube mit der Familie in der Bretagne und beschreibt dessen ursprüngliche Schönheit ebenso wie die dort herrschende Armut und Kargheit. Ein poetischer Blick auf ein ursprüngliches Leben, das es so nicht mehr gibt. Und er … Weiterlesen …

Die Gischt der Tage – Eine botanisch-tragische Liebesgeschichte

In Chloés Lunge wächst eine weiße Lotusblume. Um seine Geliebte zu retten, kauft der Snob Colin – auf medizinischen Rat hin – unzählige Blumen als Heilmittel und gerät so peu à peu in den Ruin. Aus Boris Vians berühmtestem Roman Die Gischt der Tage (Neuübersetzung von Frank Heibert, 2017) hat Carsten Bender die botanisch-tragische Liebesgeschichte … Weiterlesen …